Wie sehen Toteiskessel aus?

Toteiskessel, in denen sich eine wasserstauende Schicht ausbilden konnte oder deren z.T. steile Böschungen bis unter den Grundwasserspiegel reichen, sind wassergefüllt, versumpft oder vermoort. Durch die Trichterform konnte sich Regen- und Schmelzwasser sammeln. In diesen Kleingewässern kam es zu unterschiedlichen Verlandungs- und Moorentwicklungen; auch innerhalb des gleichen Kessels. Die Spannweite der Vegetationsausbildungen ist sehr groß. Sie reicht von kleinen Röhrichtbeständen über Großseggenriede, Kleinseggenriede, Schwingrasen, Schwimmblatt- und Gewässervegetation, Übergangsmoor bis hin zum Schwarzerlenbruch.


Toteiskessel sind jedoch nicht immer feucht oder wassergefüllt, auch trockene Mulden in Wiesen und Wäldern können Toteiskessel sein. In Wiesen und Ackerland haben sie sich kaum mehr erhalten. Finden kann man trockene Toteiskessel heute noch in Wäldern, wie z. B. im Großhaager Forst, bzw. an dem Toteiskesselwanderweg.