Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung:

Beseitigung von Müll, Bauschutt, Unrat und Erdaushub

Entrümpelungsaktionen und Maßnahmen zur Beseitigung von Verfüllungen (z. B. mit Unrat, Müll, Bauschutt und Erdaushub) sollten im Spätherbst durchgeführt werden.

Beseitigung von Astwerk und Schnittgut

Abgelagerte Äste und Rindenabfälle sollten ausgeräumt werden, da sie zu einer Anreicherung des Gewässers mit Nährstoffen führen und so die natürliche Verlandung des Kleingewässers beschleunigen. Ebenso ist zu verfahren mit allem anderen abgelagerten organischen Material, wie versoffenem Heu usw.

Entschlammung

Einige Experten lehnen Entschlammungs-Maßnahmen ab und vertreten die Meinung, daß ein natürliches Kleingewässer „in Ruhe altern“ und sterben dürfe. Andere empfehlen dagegen bei verlandeten Kleingewässern eine Teilentlandung „durch Ausbaggern, wobei aber auch nach diesen Tätigkeiten noch umfangreiche Flachwasserzonen erhalten sein müssen. Nach Möglichkeit sollte dabei ein Teil der Vegetation, verteilt auf mehrere kleine, gestreut liegende Komplexe, belassen werden (Refugien, Wiederausbreitungszentren für die Tierwelt), alternativ jeweils der Bewuchs einer Seite des Gewässers geschont werden“. Aus Blab, J. (1986): Grundlagen des Biotopschutzes für Tiere. Bonn-Bad Godesberg.

Rücknahme von Drainagen und Abwassereinleitungen

Drainagerohre können verstopft oder auch umgeleitet werden, um die Einleitung von nährstoffbelastetem Wasser in den Toteiskessel zu verhindern. Abwässer sollten nicht eingeleitet werden.

Rücknahme von Ausleitungen

Jeder unkontrollierte Wasserabfluß sollte unterbunden werden, da der Wasserhaushalt von Kleingewässern und Mooren keinesfalls beeinträchtigt werden sollte.