Langfristige Pflegemaßnahmen

Regulation des Gehölzaufwuchses

Sollen Pflanzengesellschaften wie Steif- oder Schnabelseggenried erhalten bleiben, müssen Gehölze entfernt werden. Auch in sphagnenreichen Beständen sollten Gehölze möglichst schonend entfernt werden. Weidengebüsch kann als strukturbereicherndes Element erhalten bleiben und wenn nötig zurückgeschnitten werden.

Mahd

Ein häufig angewandtes Mittel der Biotopflege ist die Mahd. Beim Mähen ohne Düngung wird folgendes bewirkt:

  • Arten, die im Boden oder direkt an der Bodenoberfläche liegende Überwinterungsknospen haben,werden ausgeschlossen (Zwergsträucher, Sträucher, Bäume).
  • Arten, die mit wenig Nährstoffen auskommen, werden gegenüber anspruchsvollen gefördert.
  • Je nach Zeitpunkt der Mahd ist die direkte Bodenfläche zu unterschiedlichen Zeiten belichtet; bei Mahd im Herbst sind die Bedingungen im Frühjahr für in der ersten Jahreshälfte blühende niedrige Arten günstig. Bei Mahd im Sommer werden niedrige Herbstblüher gefördert.

Aus Blab, J. (1986): Grundlagen des Biotopschutzes für Tiere. Bonn-Bad Godesberg

Zur Erhaltung der Ufervegetation an Kleingewässern sollte eine Mahd der Ufer-Hochstauden, Seggen- und Röhrichtgesellschaften in der Regel unterlassen werden.